Nahaufnahme einer Geschäftsfrau, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leben und Arbeit an Seesaw
Dieser Beitrag ist Teil 2 von 2 in der Serie Effizientes Arbeiten im Büro
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Im vorherigen Teil dieser Serie haben wir besprochen, wie man am Arbeitsplatz selbst Maßnahmen ergreifen kann, um so eine höhere Effizienz und Konzentration zu erlangen.  Neben dem Arbeitsplatz spielt auch der Arbeitsablauf selbst, genauso wie die Work-Life-Balance eine wichtige Rolle bezüglich der Leistungsfähigkeit im Büro.

Konzentration durch Work-Life-Balance

Grundbedürfnisse stillen

Der Körper braucht Dinge. Wenn der Körper diese Dinge nicht hat, meldet er sich – und das sehr auffällig. Wenn ein Mensch Hunger oder Durst hat, spürt man das sehr schnell und man wird dadurch schnell abgelenkt. Der Körper will sich momentan nicht auf den Bildschirm konzentrieren, sondern er will Nahrung zu sich nehmen. Hier ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören. Im Grunde ist es ein Geben und Nehmen.

Wenn der Körper ein Mal “gestillt” ist, kann dieser sich auch voll und ganz der Problematik widmen, die Sie gerade bearbeiten.

Selbiges gilt auch für Toilettenbesuche – machen Sie lieber eine kleine Pause, bei der Sie sich verpflegen und alle Bedürfnisse stillen. Danach können Sie garantiert besser bei der Sache bleiben!

Konzentration erhöhen durch Pausen

Genauso wie bei Sportlern ermüden Muskeln nach einer längeren Phase der Anstrengung. Unser  Gehirn ermüdet nach Stunden höchster Konzentration also genauso wie die Beine nach dem Joggen.

Durch eine zu langen Arbeitsphase nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns rapide ab und Informationen werden kaum verarbeitet. Das bedeutet für einen Programmierer, dass das Hirn zum Beispiel Fehler nicht mehr filtert – die Fehlerquote steigt. Reaktionsfähigkeiten werden ebenfalls beeinträchtigt, welches dann im Straßenverkehr nach Feierabend zu weiteren, womöglich fatalen, Unachtsamkeiten führen kann. Außerdem steigt der Stresspegel stark an.

Zusätzlich dazu wird die Lebensqualität eines Menschen deutlich eingeschränkt. Man reagiert beispielsweise gereizter, da man übermüdet ist – damit werden dann auch noch Mitmenschen betroffen.

Als Sahnehäubchen noch obendrauf: Wenn das zum Dauerzustand wird, häufen sich die Fehler im Job. Wenn das auch noch ganz aus dem Ruder läuft, kann man auch noch so die Stelle als Angestellter verlieren.

Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, Pausen einzulegen. Eine Pause bedeutet aber nicht, am Platz sitzen zu bleiben und aufs Handy zu starren. Vertreten Sie sich die Beine, indem Sie einmal um den Block laufen, laufen Sie durchs Büro oder gehen Sie einfach weg vom Bildschirm.

Die höchste Konzentrationsspanne am Stück ist von Mensch zu Mensch anders: Manche können sich sechs Stunden am Stück durchgehend konzentrieren, manche jedoch nur drei. Wichtig ist, es selbst zu merken und entsprechend Pausen einzulegen. Jede Stunde, die über dieses Limit hinausgeht, mindert jegliche kognitive Fähigkeiten und die Qualität der Arbeit nimmt, folge dessen, ab.

Genauso wichtig ist es, sich selbst richtig einzuschätzen. Es gibt Menschen, die bereits um sieben Uhr konzentriert arbeiten können, manche brauchen eine kurze Aufwärmphase bis zehn Uhr, bevor man produktiv Arbeiten kann. Wichtige Aufgaben sollte man daher eher im Zeitfenster legen, wo man am produktivsten Arbeiten kann.

Die eigene Freizeit respektieren

Die Zeit nach der Arbeit muss genutzt werden, um dem Körper die verdiente Auszeit zu gönnen. Für einen Bürojob ist es unglaublich wichtig, sportliche Aktivitäten nachzugehen. Letztendlich sitzt man mehrere Stunden auf einem Stuhl – das muss man kompensieren. Ob jetzt das örtliche Fitnessstudio daran glauben muss, oder die abendliche Runde durch die ortseigenen Straßen. Hauptsache Bewegung.

Kaffee ist kein Schlafersatz! Kaffee hilft zwar kurzfristig, auf einen höheren Gang zu schalten, wenn jedoch der eigene Tank nahezu leer ist, füllt sich dieser durch Kaffee nicht wieder. Daher: Ausreichend Schlaf ist das A und O. Wenn man täglich um zwei Uhr nachts erst einschläft, der Wecker dabei um sieben Uhr bereits klingelt, kann man nicht erwarten, eine besonders hohe Konzentration an den Tag zu bringen. Erwachsene benötigen durchschnittlich sieben bis neun Stunden Schlaf.

Für eine gute Work-Life-Balance sorgt auch, dass man an freien Tagen tatsächlich auch “frei” hat. Wenn man sich Urlaub nimmt oder Wochenende/Feierabend hat, sollte man das auch wörtlich nehmen und nicht weiter arbeiten. Diese Zeit ist für einen selbst wichtig, um wieder vollzutanken. Das funktioniert nicht, wenn man alle zwei Stunden für Kollegen etwas erledigt oder eine Rückfrage beantwortet. Wenn man innerhalb der Freizeit weiterhin arbeitet, sorgt das für weniger Motivation, Unzufriedenheit und weniger Freizeit. Das wirkt sich wiederum im Arbeitsalltag auf die Allgemeinmotivation aus, und natürlich auch auf die Konzentration. Bei geringer Motivation ist es logisch, dass man sich leichter ablenken lässt – Produktivität sinkt.

Wie man die eigenen Aufgaben so managen kann, sodass man mit hoher Konzentration arbeitet, erfahren Sie im nächsten Post dieser Serie!

Effizientes Arbeiten im Büro: der Arbeitsplatz

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