Nahaufnahme des Computerbildschirms mit Adressleiste des Webbrowsers
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Unter “Absprungrate” (engl. “Bounce rate”) versteht man das “Abspringen” von Seitenbesuchern, die Ihre Website anschauen. Die Absprungrate ist also die Gesamtzahl der Besucher, die im übertragenen Sinne Ihren Laden betreten und dann sofort wieder verlassen, ohne sich weiter umzuschauen.

Wenn Sie also eine gute Website haben, tolle Produkte, eingängige Inhalte und trotzdem eine hohe Absprungrate haben, dann haben Sie ein Problem. Daher hier ein paar nützliche Tipps, die Ihnen verhelfen können, Besucher zu binden.

 

Tipp 1: Optimieren Sie Above-the-Fold-Inhalte

Ursprünglich prägte die Zeitungsindustrie den Ausdruck “above the fold”, um den Inhalt zu beschreiben, der im oberen Teil einer gefalteten Zeitung sichtbar ist. Auf Websites angewandt, bezieht sich “above the fold” jedoch auf den oberen Teil Ihrer Webseiten, den Besucher sehen, ohne nach unten scrollen zu müssen.

Wie im echten Leben gilt hier: Der erste Eindruck zählt – und wie er zählt! Der durchschnittliche Seitenbesuch dauert weniger als eine halbe Minute. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre besten Inhalte “above the fold” platzieren. Dort, wo sie für den Besucher leicht zu sehen sind, um so möglichst fesselnd agieren. Das verhilft eine niedrigere Absprungrate.

Beachten Sie jedoch: Nicht alle “Zeitungspapiere” sind heutzutage gleich. Zwischen Smartphone und Monitore sind die Höhen stets unterschiedlich, weshalb Sie natürlich auch den Mobile-Teil beachten sollten.

Davon abgesehen gibt es ein paar einfache Dinge, die Sie tun können, um den “above the fold”-Inhalt speziell für Ihre Homepage zu optimieren:

  • Haben Sie eine eingängige und informative Überschrift am Anfang der Seite
  • Schreiben Sie eine ebenso einprägsame und informative Zwischenüberschrift, in der der Kern Ihrer Botschaft liegt.
  • Fügen Sie immer einen Call-to-Action-Button ein. Dies sollte ein anklickbarer Button sein, der Kunden dazu auffordert, sich mit Ihrer Seite zu beschäftigen, indem er sie auffordert, “Abonnieren”, “Jetzt kaufen”, “Mehr lesen” oder “Mehr erfahren”.
  • Verwenden Sie eine auffällige Bildsprache. Ein schönes Bild spricht zu Ihren Kunden, wenn Worte es manchmal nicht können
  • Präsentieren Sie spezielle Rabatte oder Angebote, wie z. B. aktuelle Verkäufe, Vergünstigungen für Neukunden oder kostenlose Versandspenden.

 

Tipp 2: Website überschaubar halten

Hier sind ein paar Dinge, die Sie tun können, um überschaubare Webseiten zu erstellen:

  • Halten Sie Überschriften kurz und einprägsam: Vergessen Sie nicht, auch Schlüsselwörter am Anfang Ihrer Überschrift zu verwenden. Das ist nicht nur gut, um Besuchern wichtige Informationen zu geben, sondern auch optimal für SEO
  • Brechen Sie Textwände auf: Eine textlastige Seite ist abschreckend und nicht lesbar, also unterteilen Sie Ihren Text in kleinere Abschnitte, die durch Überschriften verankert sind
  • Machen Sie Ihre Call-to-Action leicht zu finden und zu identifizieren: Sie müssen es den Besuchern so einfach wie möglich machen, das zu tun, was sie tun sollen, also machen Sie Ihre Call-to-Action-Buttons deutlich. Dies hilft nicht nur, die Absprungrate zu reduzieren, sondern auch die Konversionsrate zu verbessern
  • Verwenden Sie Listen in Ihren Texten und Blogbeiträgen: Listen sind einfach zu scannen und abzurufen, was sie für Ihre Besucher viel effektiver macht. Außerdem sind sie eine weitere Möglichkeit, große Textblöcke aufzulockern
  • Vermeiden Sie zu viele Details: Besucher überfliegen Ihre Seite nach der schnellen und einfachen Version der Dinge, also behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie Ihre Seite zusammenstellen. Heben Sie sich die detaillierten Erklärungen für einen Blogbeitrag oder eine andere Webseite auf
  • Weißer Raum ist Ihr Freund: Weißer Raum (auch bekannt als Leerraum) ist eine beliebte Taktik, um zu verhindern, dass große Textblöcke die Besucher überwältigen, was dazu führen könnte, dass sie von Ihrer Seite abspringen
  • Heben Sie Ihren Inhalt hervor: Heben Sie Ihren Text durch Fett- und Kursivdruck, Farbe und Hervorhebungen hervor. Das ist auffällig, hilft den Text aufzulockern und lenkt die Aufmerksamkeit auf das, was die Scanner sehen sollen

 

Tipp 3: Absprungrate minimieren durch Videos und Bilder

Wir haben bereits erwähnt, wie wichtig es ist, Bilder auf Ihrer Homepage zu verwenden. Selbiges lässt sich auch von Videos sagen.

Bilder und Videos sind nicht nur dazu da, um Ihre Website hübsch aussehen zu lassen – sie sind ein weiteres Mittel, um wichtige Ideen zu illustrieren, Call-to-Action hervorzuheben, Produkte zu präsentieren und Ihren Kunden wichtige Informationen und/oder Bildung zu bieten.

  • Wenn Sie das nötige Budget haben, investieren Sie in einen professionellen Fotografen, der nachweislich Erfahrung mit Aufnahmen für E-Commerce-Shop-Betreiber hat. Wenn Sie über ein kleineres Budget verfügen, sollten Sie sich über Produktfotografie informieren, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Bilder richtig machen
  • Optimieren Sie Ihre Bilder. Dies hilft dabei, die Ladezeiten Ihrer Webseite zu beschleunigen, was ein bekannter Teil der Beibehaltung gesunder Absprungraten ist
  • Fügen Sie etwa nach jedem 100. Wort ein Bild ein, um Ihre Seiten interessant zu halten
  • Platzieren Sie ein Video näher am oberen Rand Ihrer Seite und wenn es sich auf Ihrer Homepage befindet, idealerweise “above-the-fold”
  • Setzen Sie Videos niemals auf automatischen Ton oder Autoplay, da dies Ihre Besucher wahrscheinlich verärgern wird
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Videoinhalte auf allen Plattformen geteilt werden können, um Ihre Reichweite zu erhöhen

 

Tipp 4: Pop-ups auf ein Minimum reduzieren

Pop-ups sind perfekt, um die Aufmerksamkeit auf spezielle Angebote zu lenken, Werbung für bevorstehende Produkte zu zeigen oder Besucher zu ermutigen, sich für Ihren Newsletter anzumelden.

Allerdings können Pop-ups auch zu Ihrer Absprungrate beitragen. 70% der Verraucher empfinden Pop-up-Anzeigen als aufdringlich und störend. Deshalb ist es wichtig, bei Pop-ups ein Gleichgewicht zwischen guter Gestaltung, diskret und bindend zu finden.

  • Entwerfen Sie Pop-ups, die interaktive Inhalte wie z. B. Quizfragen anbieten
  • Planen Sie Ihre Pop-ups so, dass sie das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden nicht unterbrechen. Zum Beispiel Pop-ups, die erst aktiviert werden, sobald ein Besucher länger als 10-20 Sekunden inaktiv war
  • Halten Sie Pop-ups nicht zentral und groß, damit sie weniger aufdringlich sind

 

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