Konzept des Online-Warenkorbs

Webshop eröffnen: Diese Punkte sollten Sie vor Livegang prüfen

Wir verstehen, wie frustrierend es für neue E-Commerce-Unternehmen sein kann, wenn es an der Zeit ist, Ihren Online-Shop tatsächlich live zu schalten. Sie möchten, dass der Start Ihrer neuen Website perfekt und reibungslos verläuft, damit es keine enttäuschten Kunden gibt. Das ist jedoch leichter gesagt, als getan.

Mit dieser Checkliste für den Start einer E-Commerce-Website decken Sie alle Ihre Grundlagen ab und stellen sicher, dass Sie kein wichtiges Detail vergessen. Sie wird Ihnen dabei helfen, vor dem Livegang alles in Ordnung zu bringen.

Allgemeine Überprüfung

1. Überprüfung von Rechtschreibung und Grammatik

Das Letzte, was Sie wollen, sind unnötige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die von Ihren potenziellen Kunden aufgegriffen werden. Verwenden Sie Tools wie die Online-Rechtschreibprüfung auf der Duden-Website sowie ein paar frische Augenpaare, um jeden Paragraph, jede Produktbeschreibung und jeden Titel zu durchforsten, um sicherzustellen, dass kein Fehler übersehen wurde.

2. Hinzufügen einer benutzerdefinierten Domäne

Wenn Sie die Domain Ihres Geschäfts nicht bereits von z.B. “www.ihr-store.shop-ersteller-hilfe.de” auf “www.ihr-store.de” geändert haben, und Sie dafür selbst verantwortlich sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Beim Livegang muss die Domain bereits benutzerfediniert sein. Sie können Ihre Domain ganz einfach über einen Domain-Registrar für eine geringe Jahresgebühr erwerben und haben so die Möglichkeit, Ihre eigene einzigartige und professionell aussehende Domain zu nutzen.

Eine benutzerdefinierte Domain sorgt nicht nur für professionalität, sondern auch für seriösität. Ihr Webshop wirkt deutlich vertrauenswürdiger, wenn Sie eine eigene Domain reserviert haben.  Ohne die personalisierte Domain besteht die Gefahr, dass Kunden abgeschreckt werden.

3. Einrichten einer “info@”-Mail

Wenn Sie Ihre E-Mail-Einrichtung eingerichtet haben, werden Sie auch eine “info@” nutzen wollen, um Support-Mails besser verwalten und organisieren zu können. Stellen Sie sicher, dass Sie eine öffentliche E-Mail wie info@domain.de einrichten. So werden Ihre persönliche E-Mails nicht überflutet und Sie haben stets eine feste E-Mail für Rückfragen u.Ä.

4. Aktivieren Sie alle relevanten Vertriebskanäle

Wenn Sie planen, Ihre Produkte über einen Ihrer Social Media-Kanäle oder in Ihrem Blog zu verkaufen, stellen Sie sicher, dass Sie die Beiträge in der relevanten Vertriebskanäle aktivieren bzw. veröffentlichen. Ganz gleich, ob es sich um die Pinterest Kauf-Pins, die Registerkarte Ihres Facebook-Shops oder den Kauf-Button für Ihren WordPress-Blog handelt, bringen Sie sie in einen funktionsfähigen Zustand, damit sie bereit sind, wenn Sie sie auf den Markt bringen.

5. Erstellen Sie einen Marketingplan vor der Markteinführung

Beginnen Sie mit dem Marketing für Ihr Geschäft, bevor es zum Livegang kommt. So stellen Sie sicher, dass sie bereits ab dem Start Kunden haben. Schaffen Sie Begeisterung und stellen Sie somit sicher, dass Ihre E-Mail-Liste, Instagram-Follower, Blog-Leser oder Youtube-Zuschauer wissen, dass Sie etwas in die Welt bringen werden.

Seiten im Shop

6. Nötige Unterseiten kontrollieren

Über uns

Sie sollten auf keinen Fall vergessen, eine “Über uns”-Seite zu implementieren. Besucher können auf diese Seite kommen, um mehr darüber zu erfahren, wer diesen E-Commerce-Shop erstellt hat und warum. Außerdem gehört die Seite “Über uns” zu den meistbesuchten Unterseiten jeder Website.

Kontaktseite

Es ist wichtig, dass Kunden die Möglichkeit haben, Sie im Bedarfsfall zu kontaktieren, sei es per E-Mail, Telefon oder Live-Chat-Support. Sie müssen nicht über alle diese Möglichkeiten erreichbar sein, aber Sie müssen über mindestens eine erreichbar sein und Ihren Kunden auf Ihrer Kontaktseite deutlich machen, wie sie mit Ihnen in Kontakt treten können.

FAQ-Seite

Auch wenn Sie gerade erst mit dem Livegang starten und wahrscheinlich noch nicht mit vielen häufig gestellten Fragen bombardiert worden sind, sollten Sie schon wissen, was die Kunden interessieren könnten. Kunden werden Ihre FAQ-Seite nach Antworten durchsehen, bevor sie sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Wenn hier jedoch die Frage bereits beantwortet wurde, spart das dem Kunden und vorallem Ihnen Zeit.

Seite zu Versand-, Rückgabe- und Rückerstattungsrichtlinien

Ihre Kunden werden wissen wollen, wie Ihr Versandverfahren funktioniert, wie und innerhalb welcher Frist sie Produkte zurücksenden können und wie Ihre Rückerstattungsrichtlinie aussieht. Stellen Sie sicher, dass Sie ihnen diese Informationen zur Verfügung stellen. Wenn keine dieser Informationen auf Ihrer Website zu finden sind oder die Informationen nicht eindeutig sind, können sich die Kunden dafür entscheiden, woanders einzukaufen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Teil der rechtlichen Anforderungen für viele Länder ist eine Seite “Allgemeine Geschäftsbedingungen”. Dabei handelt es sich um ein Rechtsdokument, das Ihre Kunden über Ihre Praktiken informiert und dazu beitragen kann, Ihr Unternehmen im Falle eines Rechtsstreits zu schützen. In der Regel ist das ein automatisch generiertes Dokument. Wenn nicht, gibt es zahlreiche Vorlagen im Internet.

Datenschutzerklärung

Mittlerweile ist in Deutschland eine Datenschutzrichtlinie Teil Ihrer gesetzlichen Anforderungen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass viele Werbedienste wie Facebook-Werbung ebenfalls eine gültige Datenschutzrichtlinie auf Ihrer Website erfordern. Fragen Sie einfach bei Ihrem Rechtsberater diesbezüglich nach, oder bei Ihrem Unternehmen, welches für die Seite zuständig ist.

Proben- oder Testseiten

Welche Seiten nicht mehr benötigt werden, sind Testseiten. Nach einem Livegang sollten keine Testseiten zu finden sein, da das die gesamte Seriosität einer Seite befleckt. Möglicherweise verlieren Sie dadurch Kunden.

 

Produktüberprüfung

7. Korrekte Verfolgung des Inventars

Einer der kopfzerbrechendsten Fehler, den Sie beim Livegang Ihrer Website machen können, ist, dass Sie keine genauen – oder gar keine – Lagerbestandsgrenzen für Ihre Produkte haben. Wenn Sie mit einem geschäftigen Website-Launch rechnen, ist das Letzte, was Sie wollen, dass sich ein Produkt auch dann noch gut verkauft, wenn Sie es bereits ausverkauft haben, nur um dann Kunden kontaktieren und ihnen ihr Geld zurückerstatten zu müssen. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen ganzen Zahlen in Shopify eingegeben haben, damit Sie nicht auf dieses Problem stoßen, und überprüfen Sie es noch einmal.

8. Korrekte Steuersätze

Bei der Erstellung des Shops werden die Standardsteuersätze basierend auf dem Gebiet, aus dem Sie verkaufen, festgelegt. Stellen Sie also sicher, dass sie korrekt sind und Sie Ihren Kunden den entsprechenden Betrag in Rechnung stellen.

9. Korrekte Produktgewichte

Wenn Sie den Echtzeit-Versand durch den Spediteur berechnen lassen, überprüfen Sie bitte, ob die Gewichte Ihrer Produkte korrekt eingegeben wurden, damit es keine Fehler beim Versand gibt. Der Start Ihres Geschäfts wird viel reibungsloser verlaufen, wenn Sie auf halbem Weg nicht erkennen, dass alle Warenkorbabbrüche auf überteuerte Versandkosten aufgrund falsch gewogener Produkte zurückzuführen sind.

10. Produkt-Metainformationen optimieren

Metainformationen spielen eine wichtige Rolle in Ihrer SEO-Strategie und die Metainformationen Ihrer Produktseiten für Ihre potenziellen Kunden sollten klar und sauber sein.

Achten Sie darauf, Ihre Metainformationen für jede Produktseite mit Schlüsselwörtern zu optimieren, damit Ihre Produkte in den Suchergebnissen erscheinen, wenn potenzielle Kunden Suchmaschinen wie Google benutzen. Durch die Optimierung Ihrer Produktseiten entsteht ein abgerundetes und zusammengesetztes Bild Ihrer Website, das zeigt, dass Sie vor dem Start an jedes kleine Detail gedacht haben.

Zahlungen & Checkout

11. Verschiedene Zahlungsarten erlauben

Beim Livegang ist es wichtig, dass Ihre Kunden über ihre bevorzugte Zahlungsmethode in Ihrem Geschäft einkaufen können. Dazu können Zahlungsmethoden wie PayPal oder Stripe gehören.

12. Anpassen der Warenkorb-Seite

Passen Sie die Informationsfelder beim Checkout so an, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie tatsächlich benötigen. Fragen Sie nicht nach einer Faxnummer, wenn Sie keine brauchen.

Denken Sie daran, dass ein übermäßig komplexer Kaufvorgang, bei dem zu viele Informationen von Ihren Kunden verlangt werden, sie überfordern. Dies führt dazu, dass sie ihren Webshop verlassen, ohne den Kauf abzuschließen.

Um der Formularermüdung entgegenzuwirken, sollten Sie die Felder vor dem Livegang auf ein Minimum reduzieren.

13. Anpassen & Aktivieren abgebrochener Wagen-E-Mails

Verlassene Einkaufswägen werden passieren, ob es Ihnen gefällt oder nicht. Es ist nicht optimistisch, an all die Kunden zu denken, die keinen Kauf tätigen werden. Jedoch ist es am besten, auf das Schlimmste vorbereitet zu sein.

Glücklicherweise bieten die meisten Online-Shop-Systeme Ihnen die Möglichkeit, manuell oder automatisch E-Mails mit aufgegebenen Warenkörben zu versenden, so dass Sie Kunden erreichen können, die Sie verloren haben. Neben einem zusätzlichen Anreiz, ihren Einkauf abzuschließen, wie z. B. einem Rabattcode für einen prozentualen Rabatt auf ihre ausstehende Bestellung, machen Sie Ihre E-Mails mit abgebrochenen Bestellungen ansprechend und personalisiert. Wie wichtig E-Mails im Onlineshop sind, können Sie auch hier erfahren.

14. Sammeln Sie Kunden-E-Mails an der Kasse

In der E-Commerce-Welt werden E-Mails immer als “König” bezeichnet, weil sie eine der persönlichsten Möglichkeiten sind, mit Ihrem Publikum in Kontakt zu treten. Besucher haben die Möglichkeit, sich für Ihren E-Mail-Newsletter anzumelden. Dies kann Ihnen helfen, Ihre E-Mail-Liste ständig zu erweitern. Stellen Sie also sicher, dass Sie die Einstellungen so angepasst haben, dass diese Funktion in Ihrem Bestellvorgang vorhanden ist. Wie man dann das meiste aus den Newslettern bekommt, wird in diesem Blogbeitrag näher erläutert.

 

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