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Digitale Einkaufserlebnisse – optimale Customer Experience mit Magento

Besondere Erlebnisse im Fokus des Online-Handels

Der Online-Handel boomt weiter ungebremst. Branchenübergreifend hat man verstanden, dass digitale Vertriebsstrategien schnellstmöglich in die eigene Firmenkultur integriert und gelebt werden müssen. Nur dann kann man auf dem modernen Markt Schritt halten. Beim Online-Marketing stoßen viele Unternehmen jedoch auf ein großes Hindernis: Kunden sind Experten darin geworden, herkömmliche Werbung zu vermeiden, wo es nur geht. Im Internet herrscht seit Jahren eine Übersättigung an Werbeanzeigen, welche gerne mit Adblockern übergangen werden. Eine emotionale Markenbindung ist daher heute wichtiger denn je. Kunden erwarten individuell auf sie zugeschnittene Waren und Dienstleistungen, auf die sie jederzeit Zugriff haben. Dieser Anspruch kann nur mit ansprechenden Einkaufserlebnissen bedient werden. Erfolgreiche Unternehmen investieren daher viele Ressourcen in die Planung ihrer Customer Experience. Mit der vor Kurzem bekannt gegebenen Integration des Online-Shop-Systems Magento in die Adobe Experience Cloud erhalten Online-Händler leistungsstarke Werkzeuge, um diesem Problem zu begegnen.

Vernetzung aller Datenpunkte von Unternehmen

Unternehmen nutzen in verschiedenen Abteilungen unterschiedliche Datensätze zur Analyse von Zielgruppen, Ausrichtung von Marketing-Kampagnen und zur Messung von Umsatzsteigerungen. Adobe versucht mit seiner Marketing-Plattform Experience Cloud die Brücke zwischen diesen Datensätzen zu schlagen, indem von einer zentralen Stelle aus auf alle Informationen zugegriffen werden kann. Damit soll sichergestellt werden, dass Abteilungsübergreifend effizient kooperiert werden kann. Mit Cloud-Software wie Adobe Analytics, Experience Manager, Adobe Campaign und weiteren Apps (alle Teil der Adobe Experience Cloud) werden die verschiedenen Bereiche des Marketings und der Content-Erstellung miteinander verknüpft.

Die unterschiedlichen Datensätze ergänzen sich gegenseitig und sind oft in Kombination deutlich Aussagekräftiger, als einzeln betrachtet. So können in etwa genaue Kundenprofile auf Basis von deren Interessen und Kaufgewohnheiten erstellt werden. Mit der passenden Werbekampagne, ebenfalls durch die Experience Cloud verwaltet, werden sie dann gezielt angesprochen. Das reduziert die Zahl der irrelevanten Werbeanzeigen im Netz drastisch und gibt Ihrem Unternehmen die Chance, sich ausführlicher zu präsentieren.

Optimierte Customer Experience durch Multichannel-Lösungen

Seit der Integration der Magento Commerce Cloud in Adobes Marketing Cloud sind reine Analyse- und Werbe-Tools direkt mit der dazugehörigen Verkaufsplattform verknüpft. So können auf allen Kanälen sowohl aussagekräftige Analysen erstellt als auch eine danach ausgerichtete Optimierung durchgeführt werden. Und das nahezu in Echtzeit!

Das Multichannelling ermöglicht den direkten Kontakt zum Kunden, um ihn dort abzuholen, wo er sich auch tatsächlich aufhält. Die von Haus aus für eine flexible User Experience ausgerichteten Systeme ergänzen sich hierbei.

Große Entwickler-Community dank Magento-Integration

Mit dem Einkauf von Magento hat sich der Software-Riese Adobe zudem eine Menge an Know-how in Sachen Online-Shops eingekauft. Die weltweit vernetzte Entwicklergemeinde rund um das populäre Shop-System ist fortlaufend an der Optimierung beteiligt. Man darf gespannt sein, wie sich das von Adobe als umfassend beschriebene Konzept weiterentwickeln wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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Cross-Selling in Online-Shops – Wir räumen mit Mythen auf

Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!

So gut wie alle namhaften Online-Shops nutzen heutzutage die Methode „Cross-Selling“ in ihren Internetauftritten. Hierbei geht es darum, dass dem Kunden neben den von ihm gewünschten Produkten noch weitere ähnliche Artikel zum Kauf angeboten werden. Dies führt dazu, dass der durchschnittliche Warenkorbwert und der damit einhergehende Umsatz gesteigert wird. Eine Großzahl der Online-Shops nutzt dieses Potenzial bisher jedoch noch nicht. Mit einer ausgefeilten und konsequent umgesetzten Cross-Selling-Strategie wartet beispielsweise der Internetriese Amazon auf. Hier sind so gut wie überall weitere Produktempfehlungen platziert, sodass sich das Online-Shopping teilweise sogar ähnlich wie im Ladengeschäft anfühlt.

Das Thema Cross-Selling ist nicht mehr neu und dennoch in aller Munde. Bei unseren Kunden haben sich daher oftmals hartnäckige Mythen und Missverständnisse eingebürgert, welche wir im Folgenden beilegen möchten:

1. Das Cross-Selling-Produkt muss günstig sein!

Viele Händler verstehen Cross-Selling als eine Möglichkeit, ausschließlich Zubehör zu einem bestellten Produkt anzubieten. Beispielsweise ein Ersatz-Akku zu einer Kamera oder neue Griffbänder zu einem Tennisschläger. Das Zubehör ist in den allermeisten Fällen günstiger als das eigentliche Produkt.

Cross-Selling geht jedoch weit über diese Strategie hinaus! Es geht darum, sich in den Kunden hineinzuversetzen und die Beweggründe eines Kaufs nachzuvollziehen. Warum hat User zugeschlagen und in welchem Bezugsrahmen ist das Produkt einzuordnen? Gerade bei Produkten, die einen bestimmten Lifestyle verkörpern, werden weiterführende Artikel gerne dazu gekauft. Käufer von neuer Kletterausrüstung werden beispielsweise empfänglicher für mobile Action-Kameras sein als Interessenten von Wellnessprodukten. Diese Kameras können viel teurer sein als das ursprüngliche Produkt und dennoch als angemessen empfunden werden! Individualität ist hier das Motto. Denken Sie an die Gefühle und Interessen Ihrer Kunden und passen die Customer Journey Ihres Inline-Shops entsprechend an.

2. Cross-Selling-Produkte sind Rücksendeware!

Entgegen der Meinung vieler unserer Kunden liegt die Rücksenderate von Cross-Selling-Produkten lediglich zwei Prozent über der Quote herkömmlicher Waren. Das liegt daran, dass die Artikel mit hoher Sorgfalt ausgesucht und vorgeschlagen wurden. Wären Sie für den Kunden nicht relevant gewesen, hätte er sie wahrscheinlich nicht in den Warenkorb gelegt. Es gilt, den tatsächlichen Bedarf zu erkennen und zu bedienen!

3. Cross-Selling lohnt sich nur bei Versandriesen!

Zugegebenermaßen sollte Ihr Online-Shop mindestens einen Traffic im fünfstelligen Bereich besitzen, um aussagekräftige Empfehlungen wie „Andere Kunden kauften auch…“ ausspielen zu können. Wenn Sie jedoch wohl überlegte Empfehlungen selbst erstellen, können Sie auch ohne hohen Traffic Cross-Selling betreiben.

4. Die Aufrufzahlen entscheiden allein!

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Ihr Online-Shop von vielen Nutzern aufgerufen wird. Jedoch bringen Ihnen große Aufrufzahlen nichts, wenn aus den Interessenten letztendlich keine Kunden generiert werden. Für die effektive Kundengenerierung benötigen sie ausgeklügelte Strategien zur SEO Onpage-Optimierung. Viele vergessen dabei das Cross-Selling als wichtiges Werkzeug. Während es im stationären Handel völlig selbstverständlich ist, dass eine gute Kundenberatung den Umsatz steigert, muss dieses Konzept jetzt auch auf den Online-Markt übetragen und gelebt werden.

5. Kunden interessieren sich nur für explizit angefragte Produkte!

Oftmals fragen Kunden nur nach einem einzigen Produkt, weil sie sich dieses aus einer größeren Auswahl an ähnlichen Produkten ausgesucht haben. Wichtig ist es daher, mit den Cross-Selling-Vorschlägen ein neues, meist unterbewusst schlummerndes Bedürfnis zu wecken. Der stationäre Handel macht es auch hier vor, man muss lediglich vergleichbare Mittel bzw. Werkzeuge in die digitale Welt übertragen und konsequent nutzen.

Kunden möchten verstanden werden, sich schnell zurechtfinden und das erhalten, wonach sie suchen. Wenn Sie es durch eine kluge Cross-Selling-Strategie schaffen, diese Bedürfnisse zu bedienen, steigern Sie sowohl die Kundenzufriedenheit als auch Ihren Umsatz.

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