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Kundenverlust an die Konkurrenz durch Bad Bots

Wenn man in die Traffic-Statistik schaut, darf man nicht davon ausgehen, dass dies wirklich alles reale Besuche sind. Denn auch Bots werden hier mitaufgezählt. Durch diese können die Besucherströme oder das System manipuliert und beeinflusst werden. Um sich vor diesen Bad Bots zu schützen, sollte man sich dazu vorher gut informieren.

Dadurch verschlechtern sich die Ladezeiten, wodurch das Nutzererlebnis der Kunden stark beeinflusst wird oder schädigen Ihrem Umsatz.

Die Auswirkungen der Bad Bots

Hierbei muss klar differenziert werden zwischen den Bots von Google, welche für die Suchmaschine relevant sind und Inhalte optimieren sollen, und zwischen den Bad Bots, welche von der Konkurrenz eingesetzt werden um Ihr System einzuschränken durch Ausspähung der Preisdaten, Verfügbarkeiten oder Vielfältigkeit der Produkte.

So handeln die diese aus Sicht des Systems wie normale Nutzer, senden jedoch haufenweise Anfragen an das System und erhöhen so Ihre Serverlast. Lange Ladezeiten und schlimmstenfalls sogar der komplette Ausfall – Eine erhöhte Serverlast ist nicht zu unterschätzen.

Nicht nur die Performance der Seite wird beeinflusst, sondern auch das Ranking bei Google. Mit den neuen „Core Web Vitals“ setzt Google neue Standards für die Nutzererfahrung. Und schlechte Ladezeiten werden hierbei deutlich abgestraft.

Zukünftige Probleme 

Um sich von der Konkurrenz abzuheben oder eine individuelle Produktvielfalt anzubieten kommt es meist auf einzelne Produkte und den dazu generierten Daten an. Diese generierten Daten dazu um Ihren Shop langfristig profitabel zu optimieren. Ebenso verraten diese Daten dadurch dann also auch Infos über Ihre Kunden und deren Kaufverhalten, weshalb sie so relevant sind für Ihre Konkurrenz.

Welche Risiken nehmen Sie also in Kauf, wenn Sie sich nicht gegen Bots schützen?

  • Ihre Produkt- und Angebotsveränderungen werden stetig von der Konkurrenz überwacht
  • Die Beanspruchung von mehr Server-Ressourcen durch Bad Bots führt zu höheren Mietkosten für Ihren Server
  • Die Ausfallzeiten durch die Belastung und die Beeinträchtigung des Rankingfaktors sorgt für erhebliche Umsatzeinbuße

Wie Sie Ihren Online-Shop schützen können

Unsere Erfahrung im Bereich der Web-Entwicklung hilft dabei Ihren Shop vor Bad Bots zu schützen. Wie erwähnt kann dadurch sonst ein sehr hoher Schaden entstehen. Unsere Spezialisten aus der Programmierung zeigen Ihnen gerne wie Sie sich schützen können.

Was auch schon ein allgemeiner Sicherheitsstandard ist, greift aber auch für die Bad Bots: Eine SSL-Verschlüsselung der Domain. Ebenfalls kann ein Notfall-System bei Ausfall helfen, den Kunden weiterhin in Ihrem Online-Shop zu betreuen. Für weitere Beratung zum Thema Bots im E-Commerce stehen wir Ihnen als Experten jederzeit zur Verfügung.

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Mensch gegen Maschine – so überlistet der Verkäufer die Bots


Martin Schreibers Skaterladen „Bonkers“ in Frankfurt gegen die Kaufbots mit einer brillanten Idee

Sobald seltene Schuhe im Angebot der Website zu finden sind, muss der Server 700.000 Aufrufe pro Minute aushalten. Schuld daran sind die Bots, die dazu ausgelegt sind, bei Produktstart beliebte Sneaker zu kaufen. Diese werden wiederum an Sammler, die keine ergattern konnten, gewinnbringend verkauft. Oftmals werden durch diese sehr hohen Aufrufzahlen und der gering verfügbaren Menge folgende Probleme verursacht:

  • längerandauernde Serverausfälle,
  • frustrierte Kunden, die wegen der Bots leer ausgehen,
  • ein Überverkauf der Sneaker, da die Einkaufsanfragen zu schnell für das Shopsystem sind.

Mit solchen Problemen hat nicht nur Martin Schreiber zu kämpfen. Bots sind im Allgemeinen ein großes Problem im E-Commerce.

Die Idee gegen Bots – Bilder von Schuhen

Um gegen die Bots Widerstand zu leisten, reichte eine sehr simple Lösung: Martin Schreiber verkaufte Bilder von limitierten Sneaker. Von jedem Schuh wurden sieben Produktbildern angeboten. Sowohl in der Produktbeschreibung als auch im Titel war deutlich gekennzeichnet, dass es sich dabei lediglich um Bilder handelte. Somit würden echte Kunden verstehen, dass sich das nur um Fotos der Schuhe handelt – die Bots aber nicht. Der Webshop kündigte ihr Vorhaben über Socialmediakanäle an, dann begann der Verkauf.
Wie viele Bilder „Bonkers“ verkaufte, gibt der Verkäufer nicht kund. Schreiber sagte aber, dass ein einzelner Bot 100 Bilder zu je 70 Euro gekauft habe. Die Idee wurde somit zum großen Erfolg.

Nachbeben der Botausführer

Natürlich brauchte es nicht lange, bis die ersten Beschwerden eintrafen. Da der Titel und Beschreibung des Produktes keinesfalls irreführend waren, lehnte PayPal die vielen Stornoanträge jedoch ab. Die Aktion war für Schreiber ein Sieg gegen die Bots und betonte, es ginge ihm nicht darum, Profit zu machen. Demnach erstattete der Skatershop einzelnen Sammlern, die den Titel übersehen hatten und somit ebenfalls Bilder statt Sneaker kauften, das Geld mit einem Gutschein.

Martin Schreiber wird in der Sneaker-Community für die Aktion umjubelt:“(..) da sind Supreme und Nike, die regelmäßig von Bots plattgemacht werden und nichts dagegen tun können, und dann ist da so ein kleiner Pups-Shop aus Frankfurt, der die ganzen Bots auseinander nimmt.“.

Die Aktion wird wahrscheinlich kein zweites Mal funktionieren, da die Bots nun an intelligenter agieren werden und nicht ein zweites Mal darauf reinfallen werden. Ein Zeichen hat Schreiber dennoch gesetzt und einigen Wiederverkäufern eine Menge Geld und Nerven gekostet.

 

Mehr zu diesem Thema in diesem Interview mit Martin Schreiber nach seiner erstklassigen Aktion.

Wie Sie gefälschte Online-Shops erkennen können, zeigt dieser Blogeintrag.

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