Personen, die das Kaufverhalten analysieren

Kaufverhalten: Der Wandel in der Corona-Krise

Medien- und Nachrichtenportale profitieren, der Tourismus verliert

Immer mehr werden jetzt Zahlen zum Kaufverhalten der Deutschen in der Corona-Krise veröffentlicht. Nicht jeder wächst oder fällt mit der Corona-Krise. So hat sie auf die einzelnen Branchen unterschiedliche Auswirkungen. Die Menschen möchten in dieser Zeit immer mehr und besser informiert werden. So haben viele Medien- und Nachrichtenportale mehr Traffic. Interessant hierbei sind auch die Auswirkungen der Ereignisse auf den Traffic. So sorgten die ersten Berichterstattungen über die Todesfälle durch das Corona-Virus zu einer sprunghaften Steigerung der Nutzerzahlen.

Deutschland ist im Vergleich zu Italien noch wissbegieriger. Mitte März überholten die Zugriffsdaten der Deutschen auf News-Portale die der italienischen Medien. In Italien stieg der Traffic seit Beginn des Jahres um 93 Prozent und in Deutschland hingegen um 103 Prozent an.

Kaufverhalten im Online-Handel

Auch wenn viele Unternehmen auch ihren Online-Handel aufgrund der Krise erstmal pausieren müssen, steigt der Zuwachs zum Online-Handel deutlich an. Die Menschen bleiben Zuhause und kaufen nun alles online, damit sie nicht zum Einkaufen in den Laden gehen müssen. Ebenfalls steigende Zugriffszahlen konnte man im Bereich der Telekommunikation verzeichnen.

Hingegen zum wachsenden Kaufverhalten zu manchen Online-Shops gibt es auch viele deutliche Verlierer in der Krise. Das Kaufverhalten im Bereich der Tourismusbranche sinkt immer mehr. Seit Jahresbeginn nahmen die Zugriffe im Reisesektor deutlich ab. Zuletzt lagen sie bei nur 34 Prozent.

Auswirkung auf Bestellungen

Auch viele Zahlen zur Auswirkungen auf das Bestellverhalten der Nutzer wurden veröffentlicht. Flächendeckende Ausgangsverbote zur Eindämmung der Pandemie sorgen für einen Wandel des Konsumverhaltens. Viel Zeit wird Zuhause verbracht und deshalb sind Produkte sehr gefragt, die auch dort genutzt werden können.

Um ganze 212 Prozent stiegen die Bestellungen bei den Online-Shops von Baumärkten. So kann man stark davon ausgehen, dass isolationsbedingt die Nutzer deutlich mehr Zeit mit dem Heimwerken verbringen.

Spielwaren, Deko und haufenweise Elektronik

Die Schließung vieler – oder fast schon aller – Kindergärten, Betreuungen und Schulen sorgte ebenfalls für einen starken Anstieg im Bereich der Spielwaren. Die Bestellungen zum Wohle der Kinder stiegen hierbei um 90 Prozent.

Schnell ins Homeoffice und dann bemerken, dass eine neue Maus oder ein zusätzlicher Bildschirm schon Sinn ergeben könnten. Um 9 Prozent Anstieg konnte man im Bereich der Elektronik verzeichnen.

Und dann auch noch bemerken, dass der Schreibtisch für den zweiten Monitor viel zu klein ist? Im Bereich der Möbel und Einrichtungsgegenständen stieg der Bedarf um bis zu 19 Prozent.

Good Morning Shopping & Late Night News

Auf E-Commerce-Portale wird während der Corona-Pandemie besonders morgens zwischen 6 und 8 Uhr zugegriffen. Dahingegen verzeichnen aber die News-Portale den größten Andrang zwischen 16 und 19 Uhr. So wandelten sich die Gewohnheiten vom mobilen konsumieren von Nachrichten auf dem Weg zur Arbeit zu Onlineshopping am frühen Morgen und Informationslust am späten Nachmittag.

Diesen Beitrag bewerten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.